Augenschmaus: Es ist angerichtet!

Es ist angerichtet: stylische Gourmet-Küche
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Gemüsetürmchen und Saucenbilder  – kunstvoll angerichtet können selbst einfache Gerichte nach Gourmet-Niveau schmecken.

Isst das Auge wirklich mit?

Nicht nur eine gefühlte Wahrheit – tatsächlich bestätigen diverse Studien, dass die Optik von Lebensmitteln sowohl unseren Geschmackssinn als auch unseren Appetit beeinflusst. So fanden etwa Wissenschaftler*innen der Universität Oxford heraus, dass wir von roten Tellern besonders wenig essen. Möglicherweise weil unser Hirn mit der Farbe ein „Stopp“ assoziiert? Wer weiß. Auch auf die Größe kommt es an: Von kleinen Tellern futtern wir weniger. Was den Geschmack angeht, lassen sich selbst Profi-Gourmets täuschen: In einem Versuch der Universität Bordeaux bemerkten rund 90 Prozent der Proband*innen den Schwindel nicht, als ihnen eingefärbter Weiß- als Rotwein verkauft wurde. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen verschiedene Studien, in denen Menschen mit Lebensmittelfarbe versetzter Joghurt oder Saft kredenzt wurde.

Zeitgeist-Deko

Irgendwann vor ein paar Jahren hat es begonnen: Ein paar findige Gastronom*innen schnappten sich alte Marmeladengläser und servierten fortan ihre Cocktails darin. Tönerne Blumentöpfe schienen plötzlich wie gemacht für Pommes frites, die Dips dazu reichte man aus Walnussschalen. Ganz klar: Trends machen auch vor unseren Esstischen nicht Halt und beeinflussen die Art der Präsentation. Und während man früher gern mal mit Silberbesteck und Goldrand-Tellern protzte, signalisieren Beispiele wie die eingangs genannten zeitgemäß: „Ich bin gegen die Wegwerfgesellschaft und übertriebenes Konsumieren!“ – selbst dann, wenn die vermeintlichen Marmeladengläser eigentlich aus einem schicken Designerladen stammen.

Blühende Teller

Worauf bzw. worin man Speisen und Getränke serviert, ist das eine – doch auch womit man sie schmückt, ist wichtig. Grundsätzlich gilt: Die Deko sollte essbar sein, dezent eingesetzt werden und mit dem Gericht farblich und geschmacklich harmonieren. Mit frischen Kräutern gehst du im Grunde immer auf Nummer Sicher. Ebenfalls sehr hübsch anzusehen und immer beliebter: essbare Blüten. Einige Supermärkte, Feinkost- und Bioläden bieten diese bereits an, auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon lassen sie sich züchten (z.B. Kapuzinerkresse oder Gänseblümchen). Wenn du sie in freier Natur selbst sammeln willst, achte darauf, dies nicht in der Nähe von vielbefahrenen Straßen oder landwirtschaftlichen Betrieben zu tun, die Pflanzenschutzmittel verwenden. Auch fürs Gassigehen beliebte Wiesen meide mal lieber. Und zu guter Letzt solltest du natürlich sicher sein, dass keine Giftpflanzen in deinem Körbchen landen – Informieren geht hier über Probieren!

Generell gilt übrigens: Weniger ist mehr – ein wenig Firlefanz darf sein, aber man sollte es nicht übertreiben …