Die Macht der Milch

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Zum 13. Mal feiern 30 Länder weltweit heute den „Tag der Milch“. Zu Recht? Gedanken zum Weltmilchtag von Redakteurin Kim Schumacher.

 

 


Sie zählt zu den Grundnahrungsmitteln, der Liter kostet im Durchschnitt 60 Cent, wir machen aus ihr Sahne, Butter und Käse.

 

Torte, Latte Macchiato oder Kartoffelgratin? Die Kuhmilch ist als Dauerbrenner auf unserem Speiseplan kaum mehr wegzudenken. Sie sei gesund, mache müde Männer wieder munter, Knochen stark und lasse Kinder wachsen. Jeder kennt derartige Werbeslogans. Ist die Macht der Milch oder vielleicht doch die Macht der Werbung Grund für unseren hohen Milchkonsum? „Milch ist für mich das leckerste flüssige Lebensmittel der Welt“, sagt Andrea Bahrenberg, Pressesprecherin des Rheinischen Landwirtschaftsverband. Doch wenn man bedenkt, dass das hochgelobte Naturprodukt nichts anderes ist, als die Muttermilch einer Kuh für ihr Kälbchen, klingt es nicht mehr ganz so logisch, dass wir Menschen sie konsumieren. Bis zu zwölf Monate säugt die Mutterkuh ihr Kalb. In dieser Zeit wird sein Geburtsgewicht von etwa 40 Kilogramm auf stattliche 340 Kilogramm anwachsen. Genauer gesagt: würde. Denn in der Intensivhaltung bekommt keine Kuh ihr Kälbchen länger als ein paar Stunden zu Gesicht. Stattdessen konsumieren wir Menschen die Muttermilch einer anderen Art – selbst noch im Erwachsenenalter. Wir haben ein Bild von glücklichen Kühen auf saftigen Wiesen im Kopf, dabei produzieren wir mit jedem Schluck ein bisschen mehr Tierleid. Denn das Gros der Milchkühe fristet fast ununterbrochen trächtig in Ständerhaltung ihr kurzes Dasein. Ihr Ende finden sie auf der Schlachtbank.

 

 

 

Das alles der Gesundheit zuliebe? Akuelle Forschungen kommen zu dem Ergebnis: Die Milch machts doch nicht und bringen Krankheiten wie Osteoporose, Diabetis und Krebs mit dem Milchkonsum in Zusammenhang.

 

 

Pflanzliche Alternativen gibt es en masse. Wäre der Tag der Milch nicht Anlass, um sich einmal durch beispielsweise Mandel,- Soja,- oder Dinkeldrinks zu probieren?