Entschleunigen: Mach mal langsam!

Entschleunigung: Mach mal langsam!

Dir wird alles zu viel? Entschleunigen ist angesagt!

Aus dem Kreislauf der Beschleunigung auszubrechen und zu entschleunigen ist leichter gesagt, als getan, denn Leistungsdruck und alltägliche Pflichten sorgen dafür, dass uns das Entspannen immer schwerer fällt. Es gibt allerdings ein paar einfache Methoden, die sich schnell in den Alltag integrieren lassen und entschleunigend wirken.

1. Wartezeiten nutzen, um die schönen Dinge um dich herum wahrzunehmen

Die U-Bahn kommt wieder mal zu spät, du wartest auf den Bus oder stehst im Supermarkt in der Schlange? Situationen wie diese, die uns zum Warten verdammen und die wir eigentlich als unangenehm empfinden, entspannen sich, wenn wir einmal tief durchatmen und uns auf den Moment konzentrieren. Versuche, auf deinen Körper zu achten, ruhig zu atmen und dich auf dich selbst zu konzentrieren. Wenn du zur Ruhe gekommen bist, dann kannst du dich etwas umsehen und wirst aus einer distanzierten Position heraus die positiven Dinge in deiner Umgebung wahrnehmen. Eine schöne Blume am Wegesrand, ein Hund, ein fröhliches Kind, eine Person, die dir zulächelt, Wolkengebilde am Himmel oder der Einkauf deines Vordermanns (was wird es wohl heute Abend bei dir zu Essen geben?). Schöne Dinge bewusst wahrnehmen, Geschichten spinnen und die Gedanken vorbeiziehen lassen, verkürzt nicht nur die Wartezeit, sondern wird auch ein positives Gefühl in dir aufkommen lassen.

2. Nichts tun

Es sollte unbedingt mehr gefaulenzt werden! Denn es is weder faul, noch eine Zweitverschwendung, wenn man sich ab und an dazu entschließt, den ganzen Tag im Bett zu verbringen oder einfach herumzulümmeln. Im Gegenteil! Während wir permanent damit beschäftigt sind, Sinneseindrücke und sensorische Reize zu verarbeiten, hilft ein Tag, an dem nahezu nichts passiert, sich zu regenerieren und das Gehirn zu entlasten. Wer den Laptop zuklappt, das Handy beiseite legt und die Musik ausstellt, der mag im ersten Moment etwas überfordert sein, denn die Situation, komplett auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, kann zunächst irritierend sein. Durch gleichmäßiges Atmen und Hineinspüren in den Körper, findet man aber schnell zur Ruhe und kann es genießen einfach mal Zeit mit sich selbst zu verbringen.

3. Sport treiben

Durch Sport kann einerseits Stress abgebaut, andererseits auch Ruhe gefunden werden und so powern sich die einen gerne beim Joggen oder Schwimmen aus, während die anderen auf Yoga und Pilates setzen. Sich in das Fitnessstudio oder die Laufschuhe zu zwingen, ist damit allerdings nicht gemeint, denn wer aus einem reinen Verpflichtungsgefühl heraus Sport treibt, der baut damit nur noch mehr Stress auf. Sport tut dann gut, wenn man den Kopf einfach mal Kopf sein lassen und sich nur mit seinem Körper und dem Training beschäftigen möchte. Angestaute Energie und Stresshormone, die sich im Körper angesammelt haben, werden durch die Bewegung abgebaut, es findet also eine Art kathartischer Effekt statt. Regelmäßige Bewegung reguliert übrigens den Stresspegel in unserem Körper, denn hierdurch wird die Ausschüttung von Stresshormonen trainiert, was zu mehr Gelassenheit führt.

5. Zeit für dich selbst einplanen

So schön es auch sein kann, sich mit Freund*innen oder der Familie zu treffen, nach einem langen Arbeitstag oder einer anstrengenden Woche, kann eine Verabredung belastend sein. Es ist vollkommen in Ordnung in solchen Momenten abzusagen, denn wenn ein Termin Stressgefühle auslöst, dann sollte man ihn – wenn möglich – vermeiden. Handelt es sich um eine Person, die dir nahe steht, dann wird sie das verstehen können, vielleicht geht es ihr sogar selbst so. Wenn du das Gefühl hast, gerne ein Wochenende für dich zu haben, ganz ohne Verabredungen, dann erfinde keine Ausreden, die dich in die Bredouille bringen könnten oder dir ein schlechtes Gewissen machen, sondern bleibe ehrlich, lerne auch mal „Nein“ sagen zu können und mache ein Date mit dir selbst aus …