Magenfein: Gewürze und Kräuter, die dem Magen guttun

Diese 6 Kräuter und Gewürze sind kleine Magenschmeichler und wirken gegen Magendrücken, Blähbauch, Völlegefühl & Co.

Diese 6 Kräuter und Gewürze sind kleine Magenschmeichler und wirken gegen Magendrücken, Blähbauch, Völlegefühl & Co.

1. Anis: Anis ist vor allem bekannt in Form von Raki oder Ouzo, der nach einem deftigen Mahl als sogenannter „Verdauungsschnaps“ getrunken wird. Das kräftige Aroma und der zugehörige Geruch ist nicht jedermanns Sache, gesund ist Anis aber allemal. Bei Magen-Darm-Beschwerden beispielsweise können die getrockneten Samen gekaut werden. Das darin enthaltene ätherische Öl hilft dank seiner krampflösenden und blähungstreibenden Wirkung unterstützend gegen Bauchschmerzen aller Art.

2. Beifußkraut:
Das Beifußkraut ähnelt in seinem Geschmack sehr der Petersilie und kann auch entsprechend in der Küche – vor allem bei deftigen Gerichten – eingesetzt werden. Die in ihm enthaltenen, ätherischen Öle und Bitterstoffe (besonders wohltuend für den Magen) entfalten sich beim Kochen und wirken Sodbrennen, Magenreizungen und Gastritis entgegen.

3. Zimt:
Er duftet nicht nur köstlich und verfeinert Süßspeisen oder auch Currys und asiatische Gerichte, sondern enthält wertvolles Zimtaldehyd, Eugenol, Phenolcarbonsäure sowie Gerbstoffe. Diese sorgen dafür, dass der Darm in Schwung kommt und wirken antibakteriell gegen Bakterien und Pilze. Zimt kann sowohl bei Appetitlosigkeit als auch bei einem unangenehmen Völlegefühl helfen. Wenn Zimt nicht beim Kochen oder Backen verwendet werden soll, kann er in Form einer Kapsel oder auch als Tee eingenommen werden.

4. Fenchelsamen: Fencheltee wird bereits Babys, die unter Magenkoliken leiden, verabreicht, um deren Schmerzen zu lindern. Wie bei Anis können auch hier die getrockneten Samen gekaut oder als Tee aufgebrüht werden. Für Fastende oder übersäuerte Mägen ist gekochter Fenchel, beispielsweise in der Kombination mit Kartoffeln ein gutes Essen, um dem Magen die Chance zu geben, sich zu erholen. Übrigens hilft Fenchel auch bei Menstruationsbeschwerden, da er die Krämpfe im Unterleib lösen kann.

5. Ingwer:
Der Ingwer, so möchte man meinen, ist ein Hausmittel gegen Beschwerden aller Art. Und tatsächlich verhilft er dazu, Erkältungen vorzubeugen,wird traditionell gegen Reiseübelkeit und Entzündungen eingesetzt und tut dem Magen-Darm-Trakt gut. Wer Verdauungsprobleme hat und unter Übelkeit leidet, kann dem mit einem warmen Ingwerwasser entgegenwirken. Einfach den Ingwer in Scheiben schneiden, mit heißem Wasser überbrühen, etwas abkühlen lassen und lauwarm trinken. Wem die Schärfe nichts ausmacht, der kann die Scheiben auch kauen – sie wirken gleichzeitig entzündungshemmend im Mund- und Rachenbereich.

6. Melisse:
Sie wächst in beinahe jedem Garten, auf Feldern und am Wegesrand. Mit ihrem charakteristischen Zitronengeruch gilt die Melisse als ein sehr beliebtes Kraut, dass zur Dekoration von Speisen, zur Herstellung von Düften und auch in der Küche gerne und oft zum Einsatz kommt. Und auch als Heilpflanze hat das unscheinbare Kraut so einiges zu bieten: Es beruhigt einen unruhigen Magen, wirkt entkrampfend, beruhigend und hilft hervorragend gegen unangenehme Blähungen. Außerdem wehrt die entzündungshemmende Melisse freie Radikale im Magen-Darm-Trakt ab und sorgt für eine gesunde Darmflora.

Weitere Kräuter und Gewürze, die eine wohltuende Wirkung auf unseren Organismus haben, sind beispielsweise Kardamom, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, Mohn, Muskat, Chili, Vanille, Basilikum, Dill, Majoran, Thymian oder auch die Wacholderbeere. Wer also oft mit frischen oder auch getrockneten Kräutern und guten Gewürzen kocht, der kann sich nicht nur auf ein leckeres Gericht sondern auch auf einen Organismus freuen, der auf ganz natürliche Weise durch die Kraft der Natur unterstützt wird.

Foto: Matt Montgomery // Unsplash