Paprika: Vitamine für alle!

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Fotocredit: pixabay/Anelka

 

Hast du Paprika, hast du alles!“, heißt ein ungarisches Sprichwort. Das könnte auch für Deutschland gelten: Mit einem Pro-Kopf-Verzehr von ca. drei Kilo pro Jahr zählt das botanisch zu den Beeren gehörende Gemüse zu den Top Ten der Lieblings-Gemüsesorten unserer Nation. Wie kam es dazu?

 

Ihr Siegeszug begann bei den südamerikanischen Ureinwohnern, die die knackigen Schoten schon damals als Heilpflanze, unter anderem gegen Arthrose, einsetzten. Was dann geschah, haben wir wohl den Vögeln zu verdanken: Sie verbreiteten die Samen der Paprikapflanze über weite Strecken, bis nach Mittelamerika. Christoph Kolumbus entdeckte auf seinen Reisen Ende des 15. Jahrhunderts die scharfe Frucht und brachte sie mit nach Hause, wo sie wegen ihrer ungewohnten Schärfe vorerst als Zierpflanze angebaut wurde. Doch durch die Züchtung milderer Sorten – unserer heutigen Gemüse-Paprika – hielt sie alsbald Einzug in unsere Küchen. Und nicht nur die Europäer verliebten sich in das saftig-aromatische Aroma der Paprika, durch den wachsenden Welthandel fand sie auch rasch Anklang in Afrika, im Nahen Osten sowie Asien – sowohl die feurige Gewürzpaprika als auch ihre milde Schwester.

 

Nachdem Kolumbus das Früchtchen nach dem ihm damals bekannten schwarzen Pfeffer als „Pimienta“ bezeichnete, entstand der deutsche Ausdruck „Paprika“ im 19. Jahrhundert aus dem Ungarischen beziehungsweise Kroatischen oder Serbischen was wiederum eine Ableitung des Wortes „papar“ (Pfeffer) ist. Doch verwandt ist das bunte Gemüse nicht mit den scharfen Körnern des Pfefferstrauches. Beide sind für ihre Schärfe bekannt – doch während im Pfeffer das Alkaloid Peperin dafür verantwortlich ist, treibt uns bei der Paprika der Stoff Capsaicin die Tränen in die Augen. (…)

 

Den ganzen Artikel gibt’s ab Seite 36 in der Februar/März-Ausgabe 2015, die Sie hier bestellen können. Alle Hefte schicken wir Ihnen portofrei zu.