Pilze sammeln

Things you have to know

Wenn Mitte September der Herbst langsam aber sicher die große Sommerhitze ablöst, die Sonne wohlig wärmend ist, sich das Laub goldgelb verfärbt und es nach Kastanien riecht, dann lockt es Pilzliebhaber und die, die es werden wollen, in den Wald. Wer glück hat, der findet dort schmackhafte Sorten wie Maronenpilze, Parasole, Pfifferlinge und mit viel Glück auch den ein oder anderen Steinpilz. Es gibt allerdings ein paar Regeln und Tipps, die man bei der Suche beachten sollte:

1. Pilze erkennen

Auf gut Glück nach essbaren Pilzen zu suchen ist selbstverständlich nicht empfohlen. Wer seinen Speiseplan um frische Pilze erweitern will, der sollte entweder mit einem Experten auf die „Jagd“ gehen oder sich im Vornherein ausreichend mit diesem Thema auseinandersetzen – in Fachliteratur schmökern und für den Fall er Fälle auch immer ein entsprechendes Buch dabei haben um sich bzgl. der Essbarkeit des Pilzes vergewissern zu können.

2. Die richtige Ausrüstung

Wer im Wald auf Pilzsuche geht, der sollte möglichst lange Hosen, festes Schuhwerk und eine Jacke tragen, denn gerade im Unterholz tummeln sich gerne Zecken. Außerdem sollte ein kleines Küchenmesser mit von der Partie sein sowie ein luftdurchlässiger Korb, in dem die Ausbeute gesammelt werden kann. Pilze sollten auf keinen Fall in Plastiktüten gesammelt werden, da sie sonst schnell in sich selbst zusammenfallen und zu einer breiigen Masse verkommen. Außerdem kann mit der Zersetzung eines Pilzes, dessen Frischegehalt nicht mehr garantiert werden und er wird somit ungenießbar.

3. Pilze ernten

Damit Pilze immer wieder nachwachsen können und nicht zerstört werden, werden sie vorsichtig knapp oberhalb des Waldbodens am Stiel abgeschnitten oder vorsichtig herausgedreht, sodass das unter der Erde liegende Geflecht nicht beschädigt wird. Die entstandene Öffnung im Boden wird nun mit etwas Moos oder Laub leicht angedrückt und zugedeckt. Grober Schmutz, wie Blätter, Tannennadeln etc. werden vor Ort und Stelle vorsichtig entfernt und Stellen, die ggf. von Würmern oder Schnecken befallen sind großzügig abgeschnitten. Die geernteten Pilze sollten anschließend so bald wie möglich verspeist (frisch schmecken sie am besten), eingefroren oder getrocknet werden.

4. Wann ist die Pilzssuche am vielversprechendsten?

Pilze mögen es feucht und warm. Wenn es also geregnet hat, sollten noch ein paar milde und warme Tage abgewartet werden, bis mit der Pilzsuche begonnen wird, denn dann schießen die Käppchen geradezu aus dem Boden. Nach einem langanhaltenden Regenwetter ist die Chance, Pilze zu finden zwar auch gegeben, ihre Qualität leidet allerdings unter einem zu nassen Wetter – sie werden matschig und faulen schneller.