Zuhause im Blumenmeer: Schnittblumen frisch halten

Schnittblumen frisch halten

Möchte man möglichst lange Freude an den frisch gekauften Schnittblumen haben und nebenbei darauf achten, dass sie frei von Pestiziden sind und unter möglichst guten Arbeitsbedingungen geerntet wurden, dann gibt es ein paar kleine Regeln, auf die man achten sollte.

So bleiben Schnittblumen lange frisch:

1. Schneide die Blumen schräg an

Hat eine Blume einen längeren Transportweg hinter sich, so trocknet ihr Stielende aus, sie kann kaum noch Wasser aufnehmen und verwelkt schließlich. Um das zu vermeiden, sollten die Blumen unbedingt schräg angeschnitten werden. So wird das holzige Ende entfernt und durch den Schnitt entsteht eine möglichst große Fläche, mit der die Blume Wasser aufsaugen kann. Um einen faserigen Anschnitt oder das Zerquetschen des Stiels zu vermeiden, sollte ein möglichst scharfes Messer verwendet werden.

2. Verwende eine saubere Vase

Bevor Blumen in die Vase wandern, sollte diese gut gereinigt werden, sodass alle Bakterien, die den Blumen gefährlich zu Leibe rücken könnten, entfernt werden. Das Wasser mindestens alle zwei Tage erneuern und darauf achten, dass es sich nicht verfärbt oder trüb wird.

3. Finde den passenden Platz für deine neuen Mitbewohner

Wie auch Zimmerpflanzen, mögen Schnittblumen keine Zugluft und sollten deshalb nicht in der Nähe eines offenen Fensters platziert werden. Auch neben dem Obstkorb fühlen sich Blumen nicht wohl, da Obst Reifegase ausstößt, die Blumen welk werden lassen.

4. Sortiere Blätter aus

Befinden sich am unteren Ende des Stiels Blätter, so solltest du diese entfernen, da sie sonst im Wasser langsam zu faulen beginnen und es dadurch verunreinigt wird. Die Blume muss nun nicht mehr versuchen, die absterbenden Blätter zu versorgen, sondern kann ihre volle Konzentration auf die Blüte richten.

Blumen ja, aber bitte fair und frei von Pestiziden …

Beinahe jede Supermarktkette bietet mittlerweile Schnittblumen an. Der Schein von prächtigen Blumensträuße, makellosen Tulpen und Rosen trügt jedoch, denn meist bergen diese einen giftigen Chemiecocktail aus diversen Pestiziden in sich. Die Alternative? Der Kauf von Blumen, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammen, der auf die Förderung von Nützlingen anstatt dem Einsatz von Pestiziden setzt. Denn das Gift ist nicht nur für Fauna und Flora schädlich, sondern setzt auch dem Menschen zu. Ein Großteil frischer Schnittblumen stammt neben den Niederlanden aus Lateinamerika und Afrika. Kinderarbeit, niedrige Löhne und unhaltbare Arbeitsbedingungen sind hier an der Tagesordnung, um die Produktionskosten möglichst gering zu halten. Hinzu kommt die gesundheitliche Belastung, die aufgrund des täglichen Umgangs mit den zur Schädlingsbekämpfung eingesetzten Pestiziden zustande kommt. Abhilfe schaffen etwa das Label FLP (Flower Label Programm) oder auch das TransFair Siegel. Tragen Schnittblumen eines dieser Gütesiegel, kann man davon ausgehen, dass die duftende Pracht unter fairen Bedingungen angebaut und geerntet wurde, keine Kinder- oder Zwangsarbeit stattgefunden hat und die jeweiligen Blumenfarmen regelmäßig von unabhängigen Gutachtern kontrolliert werden. Mit diesem Wissen lassen sich Blumen doch gleich noch viel mehr genießen …

Tulpen – die Wachstumskönige

Hast du auch schonmal Tulpen gekauft und am nächsten Tag deinen Augen kaum getraut? Scheinbar über Nacht schlängeln sich die hübschen Gesellen in die Höhe und überragen andere Blumen-Kumpanen mit Leichtigkeit. Aber woran liegt es eigentlich, dass gerade die Tulpe so hoch hinaus will? Zunächst einmal sei erwähnt, dass es tatsächlich normal ist, dass Schnittblumen in der Vase eine Zeit lang weiterwachsen. Der Grund, weshalb Tulpen darin den Rekord halten? Das liegt in der Tatsache begründet, dass diese nicht – wie es etwa bei Rosen der Fall ist – verholzen und somit ungehindert Wasser über ihren Stiel aufnehmen können. Da sich die Zellen der Tulpe extrem weit strecken, nehmen sie entsprechend viel Wasser auf und lassen die Blume in die Höhe schießen. Ratschläge dazu, wie man das Wachstum der Tulpen aufhalten kann, damit sie nicht aus einem Blumenstrauß herausragen gibt es viele. Wir finden allerdings: Man sollte der Natur seinen Lauf lassen und ihre Schönheit genießen!